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Announcement

2007-01-13, 17:19 by Admin (only to guests)
Willkommen im Forum des Jugendkreis der FeG Erlangen
Bevor du Beiträge schreibst, lies bitte diesen Post und lies in dem jeweiligen Forum bitte die Regeln!
sarina #1
Member since Jan 2007 · 362 posts · Location: Erlangen
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Subject: Stoffklumpen
Also, ich stell die folgende Fragen jetzt mal bewusst provokant, weil mich eure Meinung dazu intressiert:
Was macht eigentlich den Unterschied aus zwischen uns Menschen und einem Stoffklumpen, bzw. einem Haufen von Molekülen die irgend wie reagieren? Sind nicht selbst für unsre Gefühle und Gedanken irgendwelche Moleküle verantwortlich, bzw. irgendwelche Reaktionen?? :huh:
Mir gefallen die Folgerungen, wenn man die Fragen mit ja beantwortet, überhaupt nicht und glaub auch nicht, dass das so ist, wollt jetzt aber trotzdem mal eure Meinung dazu hören...
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Peter #2
Member since Jan 2007 · 414 posts · Location: Hemhofen
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Meine Meinung:
Also wenn ich davon ausgehe, dass sämtliche meiner Gedanken/Taten/Meinungen durch elektrochemische Prozesse in meinem Hirn+Körper irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten folgt, dann bin ich:
1. für meine Taten nicht verantwortlich
2. total vorhersehbar/berechenbar
3. nichts anderes als ein Stein/Stoffklumpen
Da ich das aber nicht bin, muss es noch etwas anderes geben - sagen wir einfach mal Gott. Der uns auch eine Seele gegeben hat, sodass wir aktiv leben können.
Erst dadurch heben wir als Mensch uns vom Rest der Welt ab.

Wie gesagt ist meine Meinung.
Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
medicine man #3
Member since Jan 2007 · 82 posts · Location: erlangen
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Also, das ist ja sehr heikel....
Wenn ich einen meiner atheistischen Profs fragen würde, dann bekäme ich wohl zu hören, dass Gefühle und Empfindungen und auch die Seele nur die spürbaren Manifestationen von im Körper ablaufenden molekularen Vorgängen sind.
'Warum z.B. äussert sich das Gefühl der Liebe durch Herzklopfen ?
Nun, der Mensch ist im Laufe der Jahrmillionen dazu getrimmt worden, sich das zu holen, was er als für sich notwendig empfindet.
Wenn die Augen jemanden sehen, erkennt das Hirn, dass der Körper aktiv werden muss, um denjenigen zu bekommen.
Die treibende Kraft im Körper bei Aufregung nennt sich Sympathikus.
Da das Herz enorm sensibel durch selbigen nerval versorgt wird, fängt halt auch das Herz in diesem Moment am heftigsten an, auf sich aufmerksam zu machen.
Und nicht die Milz. (wobei die vielleicht auch wollen würde?!)
Das hat nichts mit Gefühl zu tun, sondern mit automatisierten Abläufen, die sich evulotiv entwickelt haben.'

Meine Meinung: Jemand wird so lange bei dieser Art der Gedanken- und Argumentationsführung von Gefühlen und Empfindungen bleiben, biss er den von Peter erwähnten wichtigen Punkt für sich neu überdenkt: Ich bin für mein Tun sehr wohl verantwortlich, und nicht dem PingPong- Spiel meiner Transmitter ausgeliefert.
Solange das nicht akzeptiert werden kann, ist es doch eine gemütliche Ausrede, dass die Chemie in unserem Körper uns lenkt.

Ich für mich persönlich kann sagen: Wenn alles so logisch und unveränderlich bestimmt ist, warum handelt der Mensch dann so oft völlig irrational gegen das Gesetz der 'Selbsterhaltung', indem er seinen Gefühlen nachgibt ?
Manchmal treibt einen die eigene Gefühlswelt in verschiedensten Bereichen ja fast in die Selbstzerstörung.

Diese Tatsache macht es für mich unmöglich, daran zu glauben, dass die tiefste Grundlage jeden Menschens, die Seele, durch Molekularbiologie erschöpfend oder gar befriedigend zu erklären ist.

Und wenn man die Seele mit dem Atem Gottes gleichsetzt, den er dem ersten Menschen seinerzeit eingehaucht hat, dann ist es eben diese, seit dem Sündenfall leider von Sünde verschmierte Göttlichkeit, die uns vom gemeinen Holzbock unterscheidet.
sarina #4
Member since Jan 2007 · 362 posts · Location: Erlangen
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Ich find das echt ziemlich gut was ihr da gesagt habt und bin ja auch, wie gesagt, der Meinung, dass wir mehr sind als nur ein Haufen Moleküle.
Aber ich frag mich halt trotzdem in welchem Teil von uns man das merkt. Gefühle, Emotionen sind ja eigentlich schon durch elektrochemische Vorgänge begründet. Wenn zum Beispiel die Sonne auf unsre Haut scheint produzieren die Hautzellen Glückshormone und wir fühlen uns besser, wobei das jetzt alles chemische Vorgänge sind...
Auf der andern Seite kann man seine Gefühle, etc. ja auch ein Stück weit kontrollieren,
Und das mit Gott und seinem Atem (ich nenn das jetzt mal Seele), den er eingehaucht hat, da glaub ich auch, dass das stimmt, wenn man von Peters Ansatz ausgeht muss es ja auch logischerweise irgendwas in uns geben, dass uns steuert (Seele, Verstand, Bewusstsein...).
Aber wie macht sich das bemerkbar? Wie greift das mit der Chemie ineinander? irgendwo muss doch dann der Übergang von Seele zu greifbaren Molekülen sein, oder? Ich find das total verwirrend, vllt hab ich auch einfach zu wenig Ahnung davon ;-)
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Peter #5
Member since Jan 2007 · 414 posts · Location: Hemhofen
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Jetzt wirds kompliziert...
Quote by sarina:
Aber wie macht sich das bemerkbar? Wie greift das mit der Chemie ineinander? irgendwo muss doch dann der Übergang von Seele zu greifbaren Molekülen sein, oder?
Meiner Meinung nach macht es sich immer dann bemerkbar wenn wir bevor wir etwas tun über unser Handeln und dessen Folgen nachdenken. Denn wären wir dazu nicht Fähig, würden wir vorhersehbar sein.
d.h. wir haben die Entscheidung etwas zu tun - oder aber auch es zu lassen.
Und hagenau das macht uns zu etwas besonderen.

Andrerseits können wir ja auch uns gegen unsere Elektrochemie stellen. Einfaches Beispiel:
Sämtliche Botenstoffe im Körper signalisieren Dir "Du hast Hunger". Ein Tier würde jetzt sofort sich was zu essen suchen. Aber wir als Mensch haben die Möglichkeit zu sagen "Nein jetzt will ich aber noch nicht". Wenn man es jetzt genau nimmt müsste die Weigerung des Essens jetzt von dem 'beseelten Teil' stammen, Da sonst die Elektrochemie gegen sich selbst arbeiten würde.

Einen direkten Übergang zwischen Seele und der Elektrochemie wird es wohl so nicht geben.
Ich stell es mir gerad so vor:
Jedes einzelne Molekül meines Körpers ist von Gott gesegnet und damit auch beseelt worden.

Für so hoch geistige Überlegungen isses noch viel zu früh :zzz:
Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
sarina #6
Member since Jan 2007 · 362 posts · Location: Erlangen
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Man könnte da halt dagegen argumentieren:
sind Gedanken nicht auch nur Hirnströme?
Aber vielleicht kann man das am ehesten so erklären, wie du es gerade geschreiben hast. Oder einfach gar nicht.
Wobei das mit dem Übergang: Da glaub ich schon, dass es so was gibt, weil wie können wir uns dann vornehmen etwas zu tun (oder nicht zu tun) so dass unser seelisches Denken Einfluss auf unser Verhalten hat??
Ich denk ( ;-) )da stehn wir mal wieder vor einem göttliches Geheimnis. Gott wird uns schon gut geschaffen haben :-)
Soli (Moderator) #7
Member since Jan 2007 · 239 posts
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In reply to post #5
Tiere sind keine Stoffklumpen ...
geht es jetzt darum, warum wir nicht wie tiere oder wie stoffklumpen sind?
U_Did (Moderator) #8
Member since Jan 2007 · 21 posts · Location: Erlangen
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Hallo, also ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Also, dass mit dem Stoffklumpen. Eigentlich schon eine echt krasse Sache. Ich mein, irgendwo scheint die Wisssenschaft ja rausgefunden zu haben, dass wir aus einem Haufen Atomi zusammengesetzt sind. Nehmen wir mal an, dass das so stimmt. Irgendwie sind diese Atome dann wohl auf die Idee gekommen, sich zu Molekülen zusammenzurotten und die wiederum haben sich gedacht "Wie wärs wenn wir ne Zelle bilden?". Schön.Also ich bin in Bio fast vom Hocker gefallen, als ich gecheckt hab, was so ne Zelle alles kann. Die bringt es doch tatsächlich fertig, Stoffe in ihre Moleküle und Atome zu zerlegen und neue zu bauen, Energie zu gewinnen, sich fortzupflanzen... Und dabei wird so ne Zelle noch nicht mal als intelligent bezeichnet!
Aber jetzt kommt der Oberhammer: Wer, um alles in der Welt, hat diese Zelle -oder einen ganzen Haufen von Zellen- dazu gebracht sich zu nem Menschen oder nem Tier oder sonstwas zusammenzusetzen? Ich mein, wir bestehen aus Millionen solcher Zellen. Warum halten die alle zusammen, genau so, wie sie es tun? Könnten sie nicht auch einfach mal alle voneinander loslassen? Und dann ist noch nicht mal jede Zelle gleich. Nein, jede ist ein Spezialist für irgendwas, z.B. Muskelspezialisten, Nervenspezialisten...
Ich find es echt extrem, wie sowas funktionieren kann! Da war ein ganz ganz großer Schöpfer am Werk! Also nur ein Stoffklumpen können wir gar nicht sein....
Und die Sache mit den Gefühlen und Gedanken... Das ist einfach unglaublich was so ein "Stoffklumpen" alles kann... Ich glaub, das kann keine Wissenschaft erklären! Gedanken nur Hirnstöme? Ja schön, vielleicht, aber wer lenkt so einen Strom? Den kann man doch nicht vorrausberechnen, oder absichtlich irgendwie leiten!
Hmmm, ich glaub, ich muss jetzt mal eben meine Gedanken ordnen... Da läuft grad was voll wirr... Ich mein, mal davon abgesehen, dass wir das glaub ich nie verstehen werden, weil es unser Denken übersteigt...
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Peter #9
Member since Jan 2007 · 414 posts · Location: Hemhofen
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Zu dem Thema hab ich auch mal einen interessanten Philosophischen Ansatz gelesen:
Ich meine es müsste Aristoteles gewesen sein:
In allen Dingen, in allen Atomen steckt ein Funkten von Seele. Erst die Richtige Kombination der Atome führt dazu, dass diese Seele auch zum Vorschein kommen kann. Sozusagen kann ein Stein gar nicht, eine Pflanze ein bisschen, ein Tier ein wenig mehr und der Mensch erst überhaupt seine ihm innewohnende Seele zum Vorschein bringen.

Aus dieser Sichtweise wären wir einem Stoffklumpen aber dann doch wieder sehr ähnlich ;-)
Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
medicine man #10
Member since Jan 2007 · 82 posts · Location: erlangen
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ich finds etwas problematisch, jedem Atom ein Stückchen Seele zuzusprechen, denn wenn das so wäre, dann hätten wohl Elefanten mehr Seele als wir, oder ? Zumindest haben sie mehr Atome...
Und wer sagt, dass Menschenatome besser organisiert sind als Elefantenatome ?

Ich glaub, das grundlegende Problem ist, dass man versucht, die Seele zu materialisieren, weil man sich sie eben nicht vorstellen kann und deshalb gern etwas 'haptisches', wie die Philosophen sagen, vor sich haben möchte.
So wie man z.B. Glück in Form eines Kleeblattes gebracht hat.
Da die Seele etwas göttliches ist, wird sie sich wie Gott selbst nie 100% greifbar darstellen, was unsere Erkenntnis hier auf Erden betrifft.

Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass wir den Unterschied zwischen Stoffklumpen und Menschen nicht beweisen können, sondern nur die Auswirkungen davon betrachten können.
U_Did (Moderator) #11
Member since Jan 2007 · 21 posts · Location: Erlangen
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Hmmm, ja, das find ich auch. Man kann auf keinen Fall jedem Atom eine Seele zusprechen (wobei ganz sicher kann ich das auch nicht sagen, weil wissen tu ichs nicht!). Ich würde zum Beispiel vermuten, dass der Bildschirm, auf den ich hier starre keine Seele hat, und wenn doch, dann ist er bestimmt jetzt ganz schön gekränkt. "Seele" ist sowieso so ein abstrakter Begriff, dass wir ihn schon an sich nicht wirklich begreifen, oder nicht? Keiner kann wirklich beschreiben, was und wie groß eine "Seele" ist. Wir können vielleicht die Ausmaße unserer eigenen "Seele" erahnen, aber wir können nicht die anderer Geschöpfe begreifen oder erfahren (oder wer hat sich schon mal mit nem Stein unterhalten?). Da muss ich die armen Elefanten in Schutz nehmen. Die haben bestimmt genauso viel oder mehr Seele wie wir Menschen...
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