Subject: Erfüllte Prophetien in der Bibel #1
Die Bibel und ihre erfüllte Prophetie
Die Bibel, ein verstaubtes, altes Buch - Lebensweisheiten eines antiken Volkes?
Jesus, ein Revolutionär, ein Mensch mit großen sozialen Ideen - nicht mehr?
Wenn das alles ist, was das Christentum zu bieten hat, nur eine Idee, die die Menschen fast 2000 Jahre lang in ihrem Bann hielt, ein Wahn, dessen Ende Bürgerkriege und Judenverfolgungen sind, dann ist es höchste Zeit, endgültig mit dieser gefährlichen Irrlehre zu brechen.
Eine Irrlehre - oder bietet das Christentum wirklich mehr?
Enthält die Bibel z.B. nicht klare prophetische Aussprüche, die nachweislich Jahrhunderte vor ihrem Eintreffen niedergeschrieben wurden und sich wortwörtlich erfüllten und erfüllen?
Ein Zeugnis somit, daß die Bibel mehr wäre als ein altes Buch und Jesus mehr als ein großer Mensch; nämlich, daß die Bibel Gottes Wort und Christus Gottes Sohn ist.
Somit beantwortet sich die Frage nach der Wahrheit oder Unwahrheit der Bibel letztlich mit der Frage nach der Glaubwürdigkeit biblischer Prophetie. Den Mittelpunkt aller alttestamentlichen Voraussagen bildet Jesus Christus; alle wesentlichen Stationen Seines Lebens sind in ihnen oft bis in die kleinsten Einzelheiten beschrieben. Beginnen wir bei Seinem Geburtsort in Bethlehem.
"Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist." MICHA 5:1
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Lukas 2:4-7
Über Sein Wirken berichten, unter zwei verschiedenen Aspekten, sowohl Jesaja 35:4-6 als auch Jesaja 61:1. Die erste Stelle redet klar über das sichtbare Handeln Jesu, worüber wir in den Evangelien unzählige Einzelberichte haben; der zweite Vers in Jesaja zeigt den wichtigeren Teil der Heilung, die seelsorgerische Hilfe, die Jesus den Menschen gibt.
"Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache, Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken." JES 35:4-6a
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 15:30-31
"Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen." JES 61:1
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 11:28
Ferner Jesu Einzug in Jerusalem.
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin." SACH 9:9b
(500 Jahre v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 21:7
Ebenfalls in Sacharja finden wir den Verrat des Judas, für den er von den Pharisäern 30 Silberlinge bekam, die er ihnen später in einer Verzweiflungstat wieder in den Tempel vor die Füße warf.
"Und der Herr sprach zu mir: Wirf's hin dem Schmelzer! Ei, eine treffliche Summe, deren ich wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie ins Haus des Herrn, dem Schmelzer hin." SACH 11:13
(geschrieben 500 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 27:3-5
Die Kreuzigung Christi wollen wir anhand des 22. Psalms verfolgen (geschrieben 500 v. Chr.).
"Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst." PSA 22:15a
Wohl eine der grausamsten Seiten der Kreuzigung ist das langsame Sich-Strecken der Sehnen, wodurch die Knochen aus den Gelenken springen.
"Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen ..." PSA 22:16a
Wir alle kennen den Ruf Jesu "Mich dürstet", als Er am Kreuz hing.
"Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben." PSA 22:17
"Hunde" war bei den Juden eine allgemein gängige Bezeichnung für Heiden; so waren es auch römische Legionäre, die Jesus kreuzigten. Das Auffallendste ist jedoch, daß hier eine Todesart, nämlich die Kreuzigung, beschrieben wird, die erst 800 Jahre später durch die Römer eingeführt wurde.
"Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand." PSA 22:19
Am Fuß des Kreuzes wurden die Kleider Jesu und Sein Gewand unter den Soldaten verteilt.
Erfüllt in Johannes 19:23-24,28
Abschließend noch ein Wort zur Grablegung. Die Evangelien berichten, daß ein reicher Mann aus Arimathia Ihn in ein aus dem Felsen gehauenes Grab legte. Hierzu Jesaja 53:9:
"Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist." JES 53:9
Erfüllt in Lukas 23:50-55.
In Daniel 9:25-27 finden wir eine phantastische Prophezeiung:
"So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wieder aufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen; es wird wieder aufgebaut sein mit Plätzen und Straßen, wiewohl in kummervoller Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein. (...) Er wird aber vielen den Bund bekräftigen eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speiseopfer abschaffen." DAN 9:25-27; KJV
Gemäß 2. Petrus 3:8, 4.M 14:34 und Hesekiel 4:6 ist es möglich, einen Tag mit einem Jahr gleichzusetzen. 69 (= 62 + 7) Wochen entsprechen demzufolge 483 Tagen oder Jahren.
Als das wahrscheinlichste Datum für die "Zeit, als das Wort erging", gilt das Edikt im 7. Jahr des Artaxerxes (= 457 v. Chr.; siehe ESRA 7:11-26). Rechnet man von diesem Datum 69 Wochen = 483 Jahre vorwärts, so kommt man zum Jahr 26/27 n. Chr. Dies ist das Jahr, in dem Jesus von Johannes getauft wurde und Seinen Dienst begann (denke daran, daß das Geburtsjahr Jesu in Wirklichkeit auf das Jahr 4 v. Chr. fällt).
Seit 69 Wochen war der Befehl zum Wiederaufbau des Tempels gegeben, doch in "kummervoller Zeit", da unter dem Gesetz. Der Gesalbte, der nach dieser Zeit kam, war Jesus (LK 4:18). Wie in Daniel 9:24 zu lesen ist, machte Er dem Frevel und der Sünde ein Ende, indem Er für die Schuld sühnte und ewige Gerechtigkeit gab. Er "bekräftigte" (Abrahams) "Bund für viele", indem Er ein Segen für alle Völker wurde (JES 53:11; LK 1:16; 2:34; MK 20:28). (Luthers Übersetzung "schwer machen" ist verkehrt.)
"In der Mitte der Woche (= nach 3½ Jahren) schaffte er Schlachtopfer und Speiseopfer ab": Jesus wurde nach 3½ Jahren, also im Jahr 31 n. Chr., getötet. Bei Jesu Tod zerriß der Vorhang im Tempel. Dieses Ereignis zeigte an, daß Schlacht- und Speiseopfer von nun an nicht mehr nötig waren, da Jesus ein für alle Mal Sein perfektes Opfer dargebracht hatte.
Zuletzt eine Prophezeiung von Jesus über die letzte Zeit: Jesus sagte, daß diese letzte Zeit anbricht, wenn der Feigenbaum wieder zu grünen beginnt; von jener Zeit an, so fährt Er fort, wird die dann lebende Generation nicht aussterben, bis sich all diese endzeitlichen Ereignisse, gekrönt durch Seine Wiederkunft, erfüllt haben werden. Der Feigenbaum ist durch die ganze Bibel hindurch ein Symbol für Israel. Lange Zeit war er tot, war unter alle Völker zerteilt, wie wir das gleich noch ausführlicher betrachten werden. Doch dann geschah ein Wunder, du weißt, was damit gemeint ist - ein Wunder, vergleichbar mit einem verdorrten Baum, der wieder zu grünen beginnt. Dies sei nur kurz gesagt, um klarzustellen, in welchem zeitlichen Rahmen die auf Israel bezogenen Prophetien stehen.
Es ist eine erstaunliche historische Tatsache, die sich am 15.05.1948 in Palästina ereignet hat. Ein Staat wurde von einem Volk gegründet, das fast 2000 Jahre aus seiner ursprünglichen Heimat vertrieben war. Für die Juden war es nicht das erste Mal, daß sie vertrieben wurden und wieder zurückgekehrt sind. Schon der Perserkönig Cyrus schickte sie 536 v. Chr. - nach 70jähriger Gefangenschaft - wieder in ihr Land zurück. Ein Kuriosum, denn es findet sich in der Geschichte der Völker kein nur annähernd vergleichbares Gegenstück, daß ein Volk nach so langer Gefangenschaft zurückkehren durfte, um Stadt und Tempel abermals aufzubauen. 600 Jahre später wurden die Juden abermals vertrieben - diesmal jedoch in alle Welt, wie schon Mose prophezeite:
"Denn der Herr wird dich zerstreuen unter alle Völker, von einem Ende der Erde bis ans andere." 5.M 28:64a
Mit der Vertreibung im Jahre 70 n. Chr. begann auch eine weltweite Judenverfolgung; ein Antisemitismus, der sich bis zum heutigen Tag fortsetzt. Der Verlauf in kurzen Stichpunkten:
38 n. Chr. kommt es in Alexandrien zu einem Massenmord an Juden; wenig später kommen weitere 50.000 ums Leben.
70 töteten die Römer eine Million Juden,
132-135 abermals eine halbe Million.
1095-1270 herrschte durch die Kreuzritter eine der härtesten Judenverfolgungen.
1096 werden im Rheinland 12.000 Juden getötet,
1298 allein in Franken, Bayern und Österreich eine weitere Million.
1348 Den Juden wird die Schuld an der "Schwarzen Pest" gegeben - eine Million wurden ermordet.
1648-1658 400.000 polnische Juden werden im polnisch-schwedischen Krieg umgebracht.
1933-1945 6 Millionen Juden werden unter dem Regime Hitlers getötet.
1945-heute permanente Verfolgung und Ermordung der in den Ostblockstaaten lebenden Juden
Die Bibel, ein verstaubtes, altes Buch - Lebensweisheiten eines antiken Volkes?
Jesus, ein Revolutionär, ein Mensch mit großen sozialen Ideen - nicht mehr?
Wenn das alles ist, was das Christentum zu bieten hat, nur eine Idee, die die Menschen fast 2000 Jahre lang in ihrem Bann hielt, ein Wahn, dessen Ende Bürgerkriege und Judenverfolgungen sind, dann ist es höchste Zeit, endgültig mit dieser gefährlichen Irrlehre zu brechen.
Eine Irrlehre - oder bietet das Christentum wirklich mehr?
Enthält die Bibel z.B. nicht klare prophetische Aussprüche, die nachweislich Jahrhunderte vor ihrem Eintreffen niedergeschrieben wurden und sich wortwörtlich erfüllten und erfüllen?
Ein Zeugnis somit, daß die Bibel mehr wäre als ein altes Buch und Jesus mehr als ein großer Mensch; nämlich, daß die Bibel Gottes Wort und Christus Gottes Sohn ist.
Somit beantwortet sich die Frage nach der Wahrheit oder Unwahrheit der Bibel letztlich mit der Frage nach der Glaubwürdigkeit biblischer Prophetie. Den Mittelpunkt aller alttestamentlichen Voraussagen bildet Jesus Christus; alle wesentlichen Stationen Seines Lebens sind in ihnen oft bis in die kleinsten Einzelheiten beschrieben. Beginnen wir bei Seinem Geburtsort in Bethlehem.
"Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist." MICHA 5:1
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Lukas 2:4-7
Über Sein Wirken berichten, unter zwei verschiedenen Aspekten, sowohl Jesaja 35:4-6 als auch Jesaja 61:1. Die erste Stelle redet klar über das sichtbare Handeln Jesu, worüber wir in den Evangelien unzählige Einzelberichte haben; der zweite Vers in Jesaja zeigt den wichtigeren Teil der Heilung, die seelsorgerische Hilfe, die Jesus den Menschen gibt.
"Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache, Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken." JES 35:4-6a
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 15:30-31
"Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen." JES 61:1
(geschrieben 700 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 11:28
Ferner Jesu Einzug in Jerusalem.
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin." SACH 9:9b
(500 Jahre v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 21:7
Ebenfalls in Sacharja finden wir den Verrat des Judas, für den er von den Pharisäern 30 Silberlinge bekam, die er ihnen später in einer Verzweiflungstat wieder in den Tempel vor die Füße warf.
"Und der Herr sprach zu mir: Wirf's hin dem Schmelzer! Ei, eine treffliche Summe, deren ich wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie ins Haus des Herrn, dem Schmelzer hin." SACH 11:13
(geschrieben 500 v. Chr.)
Erfüllt in Matthäus 27:3-5
Die Kreuzigung Christi wollen wir anhand des 22. Psalms verfolgen (geschrieben 500 v. Chr.).
"Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst." PSA 22:15a
Wohl eine der grausamsten Seiten der Kreuzigung ist das langsame Sich-Strecken der Sehnen, wodurch die Knochen aus den Gelenken springen.
"Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen ..." PSA 22:16a
Wir alle kennen den Ruf Jesu "Mich dürstet", als Er am Kreuz hing.
"Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben." PSA 22:17
"Hunde" war bei den Juden eine allgemein gängige Bezeichnung für Heiden; so waren es auch römische Legionäre, die Jesus kreuzigten. Das Auffallendste ist jedoch, daß hier eine Todesart, nämlich die Kreuzigung, beschrieben wird, die erst 800 Jahre später durch die Römer eingeführt wurde.
"Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand." PSA 22:19
Am Fuß des Kreuzes wurden die Kleider Jesu und Sein Gewand unter den Soldaten verteilt.
Erfüllt in Johannes 19:23-24,28
Abschließend noch ein Wort zur Grablegung. Die Evangelien berichten, daß ein reicher Mann aus Arimathia Ihn in ein aus dem Felsen gehauenes Grab legte. Hierzu Jesaja 53:9:
"Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist." JES 53:9
Erfüllt in Lukas 23:50-55.
In Daniel 9:25-27 finden wir eine phantastische Prophezeiung:
"So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wieder aufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen; es wird wieder aufgebaut sein mit Plätzen und Straßen, wiewohl in kummervoller Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein. (...) Er wird aber vielen den Bund bekräftigen eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speiseopfer abschaffen." DAN 9:25-27; KJV
Gemäß 2. Petrus 3:8, 4.M 14:34 und Hesekiel 4:6 ist es möglich, einen Tag mit einem Jahr gleichzusetzen. 69 (= 62 + 7) Wochen entsprechen demzufolge 483 Tagen oder Jahren.
Als das wahrscheinlichste Datum für die "Zeit, als das Wort erging", gilt das Edikt im 7. Jahr des Artaxerxes (= 457 v. Chr.; siehe ESRA 7:11-26). Rechnet man von diesem Datum 69 Wochen = 483 Jahre vorwärts, so kommt man zum Jahr 26/27 n. Chr. Dies ist das Jahr, in dem Jesus von Johannes getauft wurde und Seinen Dienst begann (denke daran, daß das Geburtsjahr Jesu in Wirklichkeit auf das Jahr 4 v. Chr. fällt).
Seit 69 Wochen war der Befehl zum Wiederaufbau des Tempels gegeben, doch in "kummervoller Zeit", da unter dem Gesetz. Der Gesalbte, der nach dieser Zeit kam, war Jesus (LK 4:18). Wie in Daniel 9:24 zu lesen ist, machte Er dem Frevel und der Sünde ein Ende, indem Er für die Schuld sühnte und ewige Gerechtigkeit gab. Er "bekräftigte" (Abrahams) "Bund für viele", indem Er ein Segen für alle Völker wurde (JES 53:11; LK 1:16; 2:34; MK 20:28). (Luthers Übersetzung "schwer machen" ist verkehrt.)
"In der Mitte der Woche (= nach 3½ Jahren) schaffte er Schlachtopfer und Speiseopfer ab": Jesus wurde nach 3½ Jahren, also im Jahr 31 n. Chr., getötet. Bei Jesu Tod zerriß der Vorhang im Tempel. Dieses Ereignis zeigte an, daß Schlacht- und Speiseopfer von nun an nicht mehr nötig waren, da Jesus ein für alle Mal Sein perfektes Opfer dargebracht hatte.
Zuletzt eine Prophezeiung von Jesus über die letzte Zeit: Jesus sagte, daß diese letzte Zeit anbricht, wenn der Feigenbaum wieder zu grünen beginnt; von jener Zeit an, so fährt Er fort, wird die dann lebende Generation nicht aussterben, bis sich all diese endzeitlichen Ereignisse, gekrönt durch Seine Wiederkunft, erfüllt haben werden. Der Feigenbaum ist durch die ganze Bibel hindurch ein Symbol für Israel. Lange Zeit war er tot, war unter alle Völker zerteilt, wie wir das gleich noch ausführlicher betrachten werden. Doch dann geschah ein Wunder, du weißt, was damit gemeint ist - ein Wunder, vergleichbar mit einem verdorrten Baum, der wieder zu grünen beginnt. Dies sei nur kurz gesagt, um klarzustellen, in welchem zeitlichen Rahmen die auf Israel bezogenen Prophetien stehen.
Es ist eine erstaunliche historische Tatsache, die sich am 15.05.1948 in Palästina ereignet hat. Ein Staat wurde von einem Volk gegründet, das fast 2000 Jahre aus seiner ursprünglichen Heimat vertrieben war. Für die Juden war es nicht das erste Mal, daß sie vertrieben wurden und wieder zurückgekehrt sind. Schon der Perserkönig Cyrus schickte sie 536 v. Chr. - nach 70jähriger Gefangenschaft - wieder in ihr Land zurück. Ein Kuriosum, denn es findet sich in der Geschichte der Völker kein nur annähernd vergleichbares Gegenstück, daß ein Volk nach so langer Gefangenschaft zurückkehren durfte, um Stadt und Tempel abermals aufzubauen. 600 Jahre später wurden die Juden abermals vertrieben - diesmal jedoch in alle Welt, wie schon Mose prophezeite:
"Denn der Herr wird dich zerstreuen unter alle Völker, von einem Ende der Erde bis ans andere." 5.M 28:64a
Mit der Vertreibung im Jahre 70 n. Chr. begann auch eine weltweite Judenverfolgung; ein Antisemitismus, der sich bis zum heutigen Tag fortsetzt. Der Verlauf in kurzen Stichpunkten:
38 n. Chr. kommt es in Alexandrien zu einem Massenmord an Juden; wenig später kommen weitere 50.000 ums Leben.
70 töteten die Römer eine Million Juden,
132-135 abermals eine halbe Million.
1095-1270 herrschte durch die Kreuzritter eine der härtesten Judenverfolgungen.
1096 werden im Rheinland 12.000 Juden getötet,
1298 allein in Franken, Bayern und Österreich eine weitere Million.
1348 Den Juden wird die Schuld an der "Schwarzen Pest" gegeben - eine Million wurden ermordet.
1648-1658 400.000 polnische Juden werden im polnisch-schwedischen Krieg umgebracht.
1933-1945 6 Millionen Juden werden unter dem Regime Hitlers getötet.
1945-heute permanente Verfolgung und Ermordung der in den Ostblockstaaten lebenden Juden
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