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2007-01-13, 17:19 by Admin (only to guests)
Willkommen im Forum des Jugendkreis der FeG Erlangen
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Eva #1
Member since May 2008 · 401 posts
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Subject: Unsinngedicht
Weiß nicht, ob einige von euch es vllt schon kennen, aber lustig ist es immer wieder...

Dunkel war's, der Mond schien helle,
Schneebedeckt die grüne Flur,
Als ein Auto blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft,
Als ein totgeschossner Hase
Auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und der Wagen fuhr im Trabe
Rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
Grade eine Turmuhr auf.

Ringsumher herrscht tiefes Schweigen
Und mit fürchterlichem Krach
Spielen in des Grases Zweigen
Zwei Kamele lautlos Schach.

Und auf einer roten Banke,
Die grün angestrichen war
Saß ein blondgelockter Jüngling
Mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm 'ne alte Schrulle
Zählte kaum erst siebzehn Jahr,
in der Hand 'ne Butterstulle,
Die mit Schmalz bestrichen war.

Und an einem Apfelbaume,
Der so süße Birnen trug,
Hing des Jahres letzte Pflaume
Und an Nüssen noch genug.

Von der regennassen Straße
Wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
Mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen
Hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
Wie nach Veilchen roch die Kuh.

Und zwei Fische liefen munter
Durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
Und der graue Tag erschien.

Dies Gedicht schrieb Wolfgang Goethe
Abends in der Morgenröte,
Als er auf dem Nachttopf saß
Und seine Morgenzeitung las.

Bis ich es vor einiger Zeit zufälliger Weise im Internet fand kannte ich auch nicht die komplette Version. Das ist doch mal echtes deutsches Kulturgut!!! :-p
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
Kathrin #2
Member since Jan 2007 · 248 posts · Location: Erlangen
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ich find das Gedicht so geniale!! ich wollte schon immer mal die ganze version lesen oder hören .... danke eva! :D
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Eva #3
Member since May 2008 · 401 posts
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Ja, cool, oder?  :-D Kennt jemand noch etwas ähnliches? Dann postet hier doch mal... Würde mich sehr freuen, noch mehr in dem Stil zu lesen.  :cheesy:
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
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Eva #4
Member since May 2008 · 401 posts
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Subject: Eine tolle Geschichte
Kein Gedicht, aber auch absoluter Unfug. Steht in einem Heftchen mit Jungschargeschichten von 1954 (von meinem Opa) drinnen mit der Anmerkung der Einsenderin: vor etwa 20 Jahren aufgeschnappt. Also mindestens aus den 30er Jahren. (Ihr könnt doch alle rechnen, oder?) Vielleicht hat es sogar der ein oder andere von euch schon mal gehört.

Eine tolle Geschichte

Es war einmal ein Mann, der eine solche Kraft in seinem Arme hatte, dass er einen D-Zug in Personengeschwindigkeit aufhalten konnte. - Er tat es aber nicht, sondern klemmte ein Monokel in sein linkes Auge und sah mit dem rechten so scharf, dass das Monokel in seinem linken Auge zersplitterte. Er sah jedoch nicht den Splitter in seinem Auge, sondern den Balken in seines Bruders Auge. Er zog ihn heraus und fing einen schwunghaften Holzhandel damit an. Er hatte jedoch keine Scheuer, darinnen er das Holz bergen sollte. Er stieg zu Ross, um eine Scheuer zu suchen. Er gab seinem Rosse den Sporn, da wurde sein Pferd scheu und als sie über eine Brücke kamen, da wurde sein Pferd noch "scheuer" und in diese Scheuer barg er sein Holz. Und der Mann wurde steinreich. Es kam aber die Zeit, dass er sterben musste. Da sammelte er seinen einzigen Sohn in einem sanftgezirkelten Halbkreise um sich und sprach: "Liebe Verwandte und Bekannte! Bei uns ist es nicht so wie bei armen Leuten, wo die Küchenmöbel an die Wand gemalt werden, damit die Kinder sie nicht zerschlagen und wo die Kinder Klimmzüge am Brotschrank machen, um satt davon zu werden und wo die Kinder im Kohlenkasten schlafen und sich mit den "Neuesten Berliner Nachrichten" zudecken; alledem ist nicht so." Und nach drei Tagen trugen sie ihn hinaus und sie sangen "Sankti, Sankti", er aber verstand "Fangt ihn, fangt ihn!" - und er entsprang. Er kam an einen See. Allda lagen drei Schiffe; bei dem einen fehlte der Rumpf, bei dem zweiten das Segel und das dritte war überhaupt nicht da. Er stieg in das, das überhaupt nicht da war und stach in die See. Er stach aber zu tief und kam an der anderen Seite wieder heraus. Allda war die Wüste Sahara. In dieser Wüste lebte ein wildes Tier, genannt der Leuwe, weil es in der Wüste läuft, im Gegensatz zu der Hyäne, wo nur hi-ene und da-ene ist. es graute ihm sehr und in dieses Grau verbarg er sich. Er lachte sich einen Ast , schwang sich hinauf und sagte: "Mir ist alles Wurscht" und von dieser Wurscht ernährte er sich mehrere Tage lang. Da wurde es dem Löwen zu langweilig und er entfernte sich. Er steig auch von seinem Ast und ging weiter. Er kam zu den Menschenfressern. Diese steckten ihn in einen Hungerturm. Er ernährte sich noch mehrere Tage von seiner Wurst; dann sang er eine Tonleiter hinauf und hinunter und stieg so aus dem Turm. Er ging weiter und kam zu den Arabesken. Der Arabeskenkönig hatte drei Töchter. Die eine war so groß, dass sie sich ein Geländer um den Hals bauen musste, um nicht schwindelig zu werden. Die zweite war so groß, dass sie auf einen Stuhl steigen musste, um sich das Kleid anzuziehen und die dritte war so groß, dass, wenn sie zu Weihnachten nasse Füße hatte, sie um Ostern erst den Schnupfen davon bekam. Diese letzte wollte er nun gerne heiraten. Sie hatten jedoch kein Haus, darinnen sie wohnen sollten. Da redete er sehr viel Blech und baute sich ein wunderschönes Blechhaus; er log das Blaue vom Himmel und strich sein Blechhaus himmelblau damit an und dann heiratete er die Königinnentochter und sie schenkte ihm einen Sohn, der eine solche Kraft in seinem linken Arme hatte, dass er einen D-Zug...
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
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zuletzt geändert am 18.07.2006.