Subject: Von der Liebe
Ich hab da mal ein Gedicht gefunden und stell es hier mal zur Diskussion rein:
Von der Liebe
(Khalil Gibran)
Winkt dir die Liebe, so folge ihr,
sind auch ihre Wege hart und steil.
Und umfahren dich ihre Flügel, so ergib dich ihr.
Mag auch das unterm Gefieder verborgene Schwert dich verwunden.
Und redet sie mit dir, so trau ihrem Wort,
mag auch ihre Stimme deine Träume erschüttern,
wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Denn gleich wie die Liebe dich krönt, wird sie dich kreuzigen.
Wie sie deinen Lebensbaum entfaltet, wird sie ihn beschneiden.
Wie sie emporsteigt zu deiner Höhe
und die zartesten Zweige liebkost,
die in der Sonne erbeben.
Ebenso wird sie hinabsteigen zu deinen Wurzeln
und sie aufrütteln in ihrem Festklammern am Erdoden.
Gleich Garben von Korn rafft sie dich an sich.
Sie erdrischt dich, um dich zu entblößen.
Sie siebt dich, um dich von Spreu zu befreien.
Sie zermalmt dich, bis du weiß wirst.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist.
Und dann beruft sie dich an ihr heiliges Feuer,
auf dass du heiliges Brot werdest zu Gottes heiligem Festmahl.
All dies soll Liebe dir antun,
auf dass du kennst das Geheime deines Herzens
und in diesem Wissen ein Bruchteil werdest
vom Herzen des Lebens.
Doch suchtest du in deiner Angst
nur der Liebe RuhŽ und der Liebe Lust,
dann tätest du besser, deine Nacktheit zu verhüllen
und der Tenne der Liebe zu entfliehen.
In die Welt, wo du wirst lachen,
doch nicht dein ganzes Lachen und Weinen,
doch nicht all deine Tränen.
Liebe besitzt nicht und lässt sich nicht besitzen.
Denn Liebe genügt der Liebe.
Wenn du liebst, so sage nicht: "Gott ist in meinem Herzen"
Sage lieber: "Ich bin in Gottes Herzen."
Von der Liebe
(Khalil Gibran)
Winkt dir die Liebe, so folge ihr,
sind auch ihre Wege hart und steil.
Und umfahren dich ihre Flügel, so ergib dich ihr.
Mag auch das unterm Gefieder verborgene Schwert dich verwunden.
Und redet sie mit dir, so trau ihrem Wort,
mag auch ihre Stimme deine Träume erschüttern,
wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Denn gleich wie die Liebe dich krönt, wird sie dich kreuzigen.
Wie sie deinen Lebensbaum entfaltet, wird sie ihn beschneiden.
Wie sie emporsteigt zu deiner Höhe
und die zartesten Zweige liebkost,
die in der Sonne erbeben.
Ebenso wird sie hinabsteigen zu deinen Wurzeln
und sie aufrütteln in ihrem Festklammern am Erdoden.
Gleich Garben von Korn rafft sie dich an sich.
Sie erdrischt dich, um dich zu entblößen.
Sie siebt dich, um dich von Spreu zu befreien.
Sie zermalmt dich, bis du weiß wirst.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist.
Und dann beruft sie dich an ihr heiliges Feuer,
auf dass du heiliges Brot werdest zu Gottes heiligem Festmahl.
All dies soll Liebe dir antun,
auf dass du kennst das Geheime deines Herzens
und in diesem Wissen ein Bruchteil werdest
vom Herzen des Lebens.
Doch suchtest du in deiner Angst
nur der Liebe RuhŽ und der Liebe Lust,
dann tätest du besser, deine Nacktheit zu verhüllen
und der Tenne der Liebe zu entfliehen.
In die Welt, wo du wirst lachen,
doch nicht dein ganzes Lachen und Weinen,
doch nicht all deine Tränen.
Liebe besitzt nicht und lässt sich nicht besitzen.
Denn Liebe genügt der Liebe.
Wenn du liebst, so sage nicht: "Gott ist in meinem Herzen"
Sage lieber: "Ich bin in Gottes Herzen."
Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
Peter
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